Zukunft zum Anfassen: Humanoider Roboter „Pib“ selbst zusammengebaut
Im Rahmen des Fachs Informationstechnik arbeiten sie an einem besonderen Projekt: dem Aufbau und der Programmierung des humanoiden Roboters „Pib“.
Das Projekt verbindet praktische Technikkompetenz mit zukunftsweisenden Inhalten aus den Bereichen Robotik, Programmierung und Künstlicher Intelligenz. Zunächst bauen die Schülerinnen und Schüler den Roboter Schritt für Schritt selbst zusammen. Dabei montieren sie Motoren, Sensoren und Steuerungseinheiten und lernen, wie mechanische, elektronische und digitale Komponenten in einem komplexen System zusammenwirken.
Im Anschluss folgt der programmiertechnische Teil des Projekts. Mithilfe moderner Programmierumgebungen entwickeln die Jugendlichen eigene Steuerungsprogramme für den Roboter. Sie programmieren beispielsweise Bewegungsabläufe, Reaktionen auf Sensorwerte oder einfache Interaktionen mit der Umgebung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie KI-Systeme genutzt werden können, um Programmcode zu erstellen, zu optimieren oder neue Funktionen zu entwickeln. Dadurch erhalten sie einen Einblick in moderne Arbeitsweisen der Softwareentwicklung, bei denen KI zunehmend als unterstützendes Werkzeug eingesetzt wird. Gleichzeitig setzen sie sich kritisch mit den Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologie auseinander.
Unterstützt wird das Projekt durch das Medienzentrum des Landkreises, das technische Ausstattung sowie fachliche Begleitung bereitstellt. Betreut wird das Projekt vom Leiter des Medienzentrums und Lehrer Alexander Emde, der den Unterricht im Fach Informationstechnik gestaltet.
Auch auf Kreisebene stößt das Projekt auf großes Interesse: Am 13. März machte sich Landrat Jürgen van der Horst persönlich ein Bild von der Arbeit der Schülerinnen und Schüler und zeigte sich beeindruckt vom praktischen Zugang zur Informatik.
Der Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums Andreas Schön betont dabei die besondere Bedeutung solcher Unterrichtsformate: „Gerade bei komplexen Zukunftsthemen wie Künstlicher Intelligenz und Robotik ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur theoretische Grundlagen kennenlernen, sondern diese auch praktisch anwenden können. Moderne didaktische Zugänge ermöglichen es, abstrakte Inhalte greifbar zu machen und nachhaltiges Verständnis zu entwickeln.“
Gerade solche Projekte zeigen, was den Schwerpunkt „Praktische Informatik“ am Beruflichen Gymnasium in Korbach auszeichnet: Neben den theoretischen Grundlagen stehen vor allem das eigenständige Entwickeln, das experimentelle Arbeiten sowie der Umgang mit aktuellen Technologien wie Robotik und Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt.
Das Robotikprojekt zeigt, wie Schule junge Menschen auf eine zunehmend digitalisierte Arbeitswelt vorbereiten kann – und wie spannend Informatik ist, wenn man sie praktisch erlebt.
